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Kreditkartentypen - Abrechnung, Unterschiede, Vor- und Nachteile

Zunächst einmal dienen alle Kreditkarten im Wesentlichen demselben Zweck: Sie ermöglichen ihrem Besitzer das bargeldlose Bezahlen, erleichtern den Einkauf in Online-Shops oder werden zum Abheben von Bargeld im Ausland genutzt. Auch wenn prinzipiell alle Kreditkarten für diese Zwecke genutzt werden können, existieren doch unterschiedliche Kreditkartentypen, die sich in der Art und Weise der Abrechnung, in den anfallenden Gebühren sowie in ihren Voraussetzungen deutlich unterscheiden.

Bei der Auswahl der passenden Kreditkarte stellt sich daher immer auch die Frage nach dem geeigneten Kreditkartentyp.

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Unterschiede bei der Abrechnung

Unterschiede zwischen den einzelnen Kreditkartentypen lassen sich in erster Linie bei der Abrechnung der Kreditkartenumsätze und damit auch bei den notwendigen Voraussetzungen an den Karteninhaber ausmachen. Im folgenden eine Übersicht der wichtigsten Kreditkartenarten.

typische kreditkarte
Kreditkartentypen unterscheiden sich
vor allem durch die Art und Weise
der Abrechnung.
Bild: Tony Hegewald / pixelio.de

Credit-Card

Die Credit-Card (auch als "echte Kreditkarte" bezeichnet) ist der einzige Kreditkartentyp, der dem Kunden die Rückzahlung seiner Umsätze bzw. den Ausgleich des Kreditkartenkontos in Raten ermöglicht. Dem Besitzer der Kreditkarte wird damit tatsächlich ein Kredit durch die Bank gewährt und wie bei einem regulären Kredit werden für den genutzten Kreditrahmen Sollzinsen fällig. Die Umsätze mit einer Credit Card werden meist monatlich abgerechnet, der Kunde zahlt auf Wunsch lediglich einen Teilbetrag des ausstehenden Saldos an die Bank.

Dies wird auch als "Teilrückzahlung" bezeichnet: Je nach Vertrag muss dabei monatlich mindestens ein vereinbarter Prozentsatz vom Kreditkartensaldo getilgt werden.

Echte Kreditkarten bieten ihrem Besitzer maximale Freiheiten, allerdings sind die Kreditzinsen für die Teilrückzahlung häufig teuer.

Tipp: Bei vielen echten Kreditkarten kann die Teilrückzahlung auch deaktiviert werden. Die Umsätze werden dann monatlich vollständig vom Konto des Karteninhabers abgebucht und das Risiko ungewollter Zinsen durch eine vergessene Kreditkartenabrechnung wird ausgeschaltet.

Charge-Karte

Wie auch bei den Credit Cards werden die Kreditkartenumsätze bei der Charge-Karte gesammelt und in regelmäßigen Abständen, meist monatlich oder wöchentlich, abgerechnet. Im Gegensatz zur echten Kreditkarte wird jedoch bei jeder Abrechnung mit der Charge-Karte der vollständige Rechnungsbetrag vom Girokonto des Karteninhabers eingezogen. Eine Ratenzahlung bietet dieser Kreditkartentyp damit nicht, allerdings profitiert der Besitzer von einem kurzfristigen, zinslosen Darlehen bis zum endgültigen Abrechnungstermin.

Charge-Karten werden, wie auch Credit-Cards, mit einem maximalen Verfügungsrahmen oder "Limit" ausgestellt, welches innerhalb einer Abrechnungsperiode genutzt werden kann.

Debit-Karte

Bei einer Debit-Karte werden alle Umsätze direkt vom Girokonto des Kreditkarteninhabers abgebucht. Im Unterschied zu den anderen Kreditkartentypen bietet die Debit-Karte damit keinen eigenen, separaten Verfügungsrahmen: Es kommt bei der Zahlung alleine auf eine ausreichende Kontodeckung des Kunden (ggf. mit Berücksichtigung des Dispokredits) an. Kreditkarten werden in Deutschland eher selten als Debit-Karten ausgeführt, typische Vertreter dieses Kartentyps sind dagegen die gängigen Bankkarten (EC-Karte bzw. Girocard, Maestro, V-Pay).

In den USA sind Debit Cards der Kreditkartenorganisationen Visa und MasterCard eher verbreitet.

Prepaid-Kreditkarte

Prepaid-Kreditkarten werden ausschließlich im Guthaben geführt und ermöglichen eine Verfügung über das zuvor vom Kunden einbezahlte Guthaben. Im Unterschied zu den Debit-Karten werden die Umsätze des Kunden hier nicht vom Girokonto, sondern von einem separaten Kreditkartenkonto abgebucht, das vorab "aufgeladen" werden muss.

Durch die Begrenzung der Umsätze auf das Guthaben des Karteninhabers stehen Prepaid-Kreditkarten prinzipiell allen Kundengruppen offen und erfordern in vielen Fällen keine Schufa- oder Bonitätsprüfung durch den Anbieter. Sie sind zudem als Zweitkarten beliebt, um das finanzielle Risiko bei Kartenverlust oder Missbrauch einzugrenzen.

Prepaid-Kreditkarten, die das Zeichen von Visa oder MasterCard tragen, werden mittlerweile von den meisten Händlern und Banken problemlos akzeptiert und bieten damit die gleiche Funktionalität wie andere Kartentypen.

Gut zu wissen: Zur Akzeptanz von Debitkarten und Prepaid-Kreditkarten

Während unsere Bankkarten (V-Pay und Maestro) im Ausland nicht immer akzeptiert werden und bei der Buchung eines Mietwagens normalerweise nicht genutzt werden können, ist dies mit Debit-Kreditkarten, die das Visa- oder MasterCard-Logo tragen (z.B. Consorsbank oder ING-Diba), meist kein Problem. Der Unterschied: Die Umsätze des Kunden werden zwar auch bei den Debitkarten mit Visa- oder MasterCard-Symbol umgehend mit dem Girokonto des Kunden abgerechnet, dennoch verfügen diese Karten quasi über einen "virtuellen" Verfügungsrahmen und geben sich damit als echte Kreditkarten zu erkennen.

Und auch mit vielen Prepaid-Kreditkarten ist die Anmietung eines Mietwagens oder die Hotelbuchung möglich. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass der Kontostand eine ausreichende Deckung aufweist: Gerade Mietwagenfirmen "blocken" bei der Anmietung teilweise hohe Beträge auf der Karte als Kaution.

Eine Garantie für die Akzeptanz einer Prepaid-Kreditkarte (und auch anderer Karten) gibt es jedoch nicht und gerade bei Reisen im Ausland empfiehlt es sich, über eine alternative Zahlungsmöglichkeit zu verfügen.

Welche Kreditkarte ist die Richtige?

Pauschal lässt sich die Frage nach der passenden Kreditkarte natürlich nicht beantworten. Für die meisten Einsatzzwecke (Bargeld auf Reisen, Bezahlen in Online-Shops) reicht eine Charge-Karte völlig aus, zumal dieser Kreditkartentyp häufig ohne zusätzlich anfallende Jahresgebühren in Verbindung mit einem Girokonto erhältlich ist. Auch volljährige Studenten und Auszubildende erhalten fast immer eine Charge-Karte ausgestellt.

Personen mit ausreichendem Einkommen, die die zusätzliche finanzielle Flexibilität zu schätzen wissen, können selbstverständlich auch zu einer Credit-Card greifen.

Für Jugendliche oder Personen mit eher schlechter Bonität sind hingegen Prepaid-Kreditkarten geeignet. Diese können in den meisten Fällen für alle Verwendungszwecke einer regulären Kreditkarte genutzt werden, sind ohne Girokonto allerdings häufig nur gegen Gebühren erhältlich.

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KreditkartentypAbrechnungVor- und Nachteile
Prepaid KreditkarteWird ausschließlich im Guthaben geführt.Für alle Kunden erhältlich. Häufig gebührenpflichtig.
Debit-KarteKein Verfügungsrahmen, direkte Abrechnung über das Girokonto.Ermöglicht bargeldloses Bezahlen in Verbindung mit Girokonto.
Charge-KarteSeparater Verfügungsrahmen. Rechnungsbetrag wird vollständig ausgeglichen.Für die meisten Kunden geeignet. Guter Kompromiss aus finanzieller Flexibilität und Sicherheit.
Credit-CardSeparater Verfügungsrahmen. Rückzahlung des Rechnungsbetrags in Raten möglich.Möglichkeit der Ratenzahlung. Kreditzinsen häufig teuer. Risiko der Überschuldung.