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Gesellschaft

Web 2.0 - Partzipation in Deutschland immer noch Randerscheinung

Deutsche Internetnutzer, die sich aktiv an den Angeboten des sogenannten “Web 2.0″ beteiligen, gehören aktuell noch einer “kleinen Minderheit” an: So lautet das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens Dialego aus dem letzten Jahr (Heise Online berichtete).

Ist das “Mitmachnetz” also überschätzt? Die Ergebnisse der Befragung decken sich jedenfalls mit den Ergebnissen der ARD/ZDF Onlinestudie 2009. Den Schwerpunkt der Internetnutzung der Deutschen bilden weiterhin klassische Formen der Kommunikation wie E-Mail, Chat, Skype oder Online-Foren. Das Internet ist hier vor allem ein Kommunikationsmedium.

Beim Begriff des “Web 2.0″ in seiner gebräulichen Verwendung steht jedoch weniger die direkte Kommunikation im Vordergrund, sondern vielmehr die Vernetzung sowie die Partizipation der Nutzer an der Produktion der Inhalte. Wie unscharf der Begriff letztlich ist, zeigt sich nicht zuletzt am Beispiel der beliebten Diskussionsforen, die zwar meistens noch zum “alten” Web gezählt werden, dennoch aber bereits viele Techniken moderner Anwendungen in sich vereinen.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF Onlinestudie zeigen, dass die Angebote des Web 2.0 zwar genutzt werden, dies jedoch überwiegend zum Abrufen von Inhalten. So wurde das populärste Angebot, die Onlineenzyklopädie Wikipedia, bereits von gut zwei Dritteln der Online-Nutzer besucht, davon steuern jedoch nur 6 Prozent selber aktiv Inhalte bei. Ähnlich verhält es sich auch mit den Videoportalen des Internet, die ebenfalls überwiegend passiv, hier vor allem zum Zeitvertrieb, genutzt werden.

Eine deutlich geringere Diskrepanz zwischen passiver Nutzung und aktiver Partizipation können derzeit lediglich die Social Communitys des Web 2.0 verzeichnen: Dies weisen jedoch einige Besonderheiten auf, wie etwa die Möglichkeit der Bestätigung “realer” Bekanntschaften im Netzwerk sowie Möglickeiten der direkten Kommunikation.

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