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Gesellschaft

Uni-Proteste auch in Deutschland - Presseschau

Seit dem 22. Oktober halten Studenten den Audimax der Universität Wien besetzt. Überfüllte Hörsäle, Zugangsbeschränkungen für überlaufene Studiengänge, die Wiedereinführung von Studiengebühren und die zunehmende Ökonomisierung der Hochschulen haben die Studenten aktiviert und die Protestwelle ausgelöst.

“Die Uni brennt”, ist das Motto der protestierenden Studenten, Neuigkeiten werden vor allem über das Internet, etwa die Plattform Twitter verbreitet. Nach Wien haben sich weitere österreichische Städte den Protesten angeschlossen: In Salzburg, Linz, Graz und Innsbruck wurden Hörsäle besetzt und Protestveranstaltungen organisiert (Die taz und Der Spiegel berichteten).

Und auch in Deutschland scheinen sich immer mehr Studenten mit den Protesten zu solidarisieren: Neben der Universität Münster wurden Horsäle in Heidelberg , Tübingen, der TU Darmstadt, München, Potsdam und anderen deutschen Städten besetzt.

Das auch die deutschen Studenten unzufrieden mit der Situation an den Hochschulen sind, wurde bereits mit dem Bildungsstreik im Sommer deutlich.

Hierzulande ist es vor allem die Einführung der neuen Bachelor und Master-Studiengänge sowie die Erhebung von Studiengebühren in vielen Bundesländern, an denen Kritik geübt wird. Nach Angaben der Sueddeutschen sind für Mitte November bundesweite Demonstrationen geplant. Mit symbolischen Care-Paketen wollen deutsche Studentenorganisationen zudem die österreichischen Studierenden unterstützen. Die Pakete sollen morgen in Wien übergeben werden.

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Ein Kommentar for “Uni-Proteste auch in Deutschland - Presseschau”
  1. Wer nicht nur achtlos googelt, sondern sich ernsthaft für das Thema interessiert, dem wäre aufgefallen, dass der AK Protest Mainz zwar über die Geschehnisse in Heidelberg berichtet, sich aber weit mehr Infos auf der Seite der Heidelberger selbst finden: http://www.bildungsstreik-hd.de

    Bei der Gelegenheit sei erwähnt, dass sich die Proteste nicht nur gegen die unerträgliche _Situation an den Hochschulen richten, sondern vielmehr gegen den _gesamten Wandel, den die Inner- und außeruniversitäre Bildung durchläuft, einschließlich des gesellschaftlichen Kontextes. In Frage gestellt wird insbesondere die Reduktion von Bildung auf Ausbildung, die mit einer besonders unkritischen Rezeption von Informationen und Wissen hin auf seine Verwertbarkeit verbunden ist.

    Posted by Jan | November 9, 2009, 19:25
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